Details - Bis bald – die Harleys kommen wieder
HARLEY-WEEKEND-LÜBECK 2009
Bis bald – die Harleys kommen wieder
- Artikel vom:
- 25.08.2009
- Quelle:
- Lübecker Nachrichten
- Autor:
- Von Florian Grombein und Josephine von Zastrow
- Kategorie:
- Harley-Weekend Lübeck 2009
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Voller Erfolg. Während der zweieinhalb Tage haben 150 000 Lübecker, Motorradfans und Rocker friedlich in der Innenstadt gefeiert.
„Die Harley Days haben sofort eingeschlagen – mehr als wir erwartet haben“, freut sich Veranstalter Sven-Bolko Heck vom gleichnamigen Medienhaus. Deshalb will er das Event rund um die US-Kult-Motorradmarke 2010 wiederholen. „Ich gehe davon aus, dass sich die Besucherzahlen dann verdoppeln.“ Besonders darüber, „dass in der Hansestadt alle mitgespielt haben“, freut er sich. Auch die Polizei ist zufrieden.
„Die drei Tage verliefen völlig problemlos“, sagt Sprecher Detlef Riedel – trotz 10 000 Motorrädern. Zwar waren 150 „Hells Angels“ und „Red Devils“ am Sonnabendnachmittag auf dem Festivalgelände, doch auch die verhielten sich friedlich. Bei der Kontrolle am Eingang wurden drei Rocker wegen Waffenbesitzes festgenommen, darunter ein Neumünsteraner, der eine Neun-Millimeter-Pistole in seinem Auto hatte. Ansonsten gab es weder Schlägereien noch Randale oder Beschwerden. Riedel: „Das lief alles sehr gesittet ab.
“ Die Lübecker genossen das Partywochenende der rockigen Art. „Das Harley-Weekend hat die Stadt belebt“, findet Gerhard Andres, der gerade eine schwarze Harley bewundert. „Ohne solche Veranstaltungen wäre Lübeck provinziell“, so der 64-Jährige. „Das war der Knaller“, meint auch Peter Meins (63), der mit seiner Harley am Korso teilgenommen hat. „Das hier war mindestens so gut wie die Harley Days in Hamburg.“ Ein älterer Herr aus der Fischstraße ist völlig begeistert: „Ich habe mir von meinem Balkon aus den ganzen Tag die tollen Motorräder und die skurrilen Typen angesehen“, sagt er. So viele Tattoos habe er in seinem ganzen Leben noch nicht gesehen. Die Motorengeräusche hätten ihn nicht gestört.
„Das ist doch eine gelungene Abwechslung für Touristen“, lobt Jürgen Siehr aus Erfurt das Harley-Weekend. „Ich kann mich für die Technik der Motorräder und die interessanten Typen begeistern.“ Nicht auf einer Harley, aber auf einer chromglänzenden Suzuki Intruder verlassen die Lübecker Ulrike Jahnke (41) und Frank Hill (43) die Obertrave. „Wir waren Freitag bis Sonnabend von morgens bis abends auf dem Fest – es war traumhaft“, so Jahnke. Einzige Kritik: „Es waren zu viele Schauplätze – es hätte gebündelter sein können.“ Daran will Veranstalter Heck im kommenden Jahr arbeiten. „Wir würden gern wieder auf die nördliche Wallhalbinsel kommen und uns dann in Richtung Musik- und Kongresshalle ausbreiten.
“ Dafür würde Heck die Obertrave aufgeben, da dort das Programm um 22 Uhr zu Ende sein muss. Finanziell hat sich die Veranstaltung für Heck nicht gelohnt, er musste Geld zuschießen. Er nimmt’s locker: „Wenn man ein Event etablieren will, geht man immer in Vorleistung. Das ist gut investiertes Geld.“ Natürlich soll es 2010 wieder ein sattes Musikprogramm geben. In diesem Jahr standen mehr als 50 Bands auf fünf Bühnen. Am frühen Sonntagnachmittag brachte auf dem Schrangen die Band Daily Blues schon 150 Menschen zum mitschunkeln. Dabei ließen es sich die Musiker nicht nehmen, mit Gitarre und Saxofon ein Bad in der Menge zu nehmen. Auf dem Markt brachten die Cobblestones mit ihrem Irish & Scottish Folk etwa 400 Leute vor der Bühne in Stimmung. Gegen 17 Uhr rundeten Sunny und Melzer das Event vor der Kulisse des Malerwinkels ab.
In den Straßencafés saßen Biker und Schaulustige und lauschten dem Duo, das mit Schlagzeug- und Gitarrenbegleitung Covernummern von Robbie Williams bis Oasis zum Besten gab. Heck würde am liebsten wieder Ende August die zweiten Harley Days an den Start bringen, muss das aber mit der Stadt besprechen. Fans auf der Website reden ihm gut zu: „Tolle Veranstaltung mit unvergleichlichem Ambiente! Bitte über die nächsten Jahre etablieren! Und an die Politik: Wenn es in den nächsten Jahren größer und noch etwas lauter werden sollte, dann bitte, bitte nicht vor einigen wenigen Miesepetern einknicken.
“ Von Florian Grombein und Josephine von Zastrow
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